Kurzbericht: Winterweekend 2004

Autor

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Urs Hunkeler

Kurzbericht: LCS Winter-Weekend vom 7.+8. Februar 2004 in den Fideriser Heubergen

Schon recht früh, d.h. bereits im Oktober wurde das Programm mit der Anmeldung für das LCS Jass-Ski-Schlittel-Vollmond-Winter-Wochenende versandt. Da die Berghäuser in den Heubergen recht gut belegt sind, musste man sich schon im November 03 anmelden. Dies war nötig, da auch unser Präsi bereits auf den 30. November die Reservation bestätigen musste und ca. 30% der Kosten als Anzahlung überweisen durfte. Speziell die fünf Doppelzimmer fanden Zuspruch und waren auch am Anmeldeschluss bereits belegt. Dieses Jahr sollten doch wieder einige mehr dabei sein als am letzten Winterweekend in Gstaad vom Jan 03. Im Touristenlager war aber noch etwas Reserve vorhanden, so dass alle Interessierten sich bis 5 Tage vor dem Anlass noch nachmelden konnten. Diese Möglichkeit wurde jedoch nicht benutzt.

Die Woche vor unserem Datum war wirklich traumhaftes Wetter, nur leider just für unser WE war dann leider eher schlechtes Wetter angesagt. Am Samstag so um 10:30 trafen sich dann bereits die ersten LCS’ler, auf den Dorfplatz in Fideris, um kurz nach 11 Uhr den 4x4 Bus über die holperigen 11km in die Heuberge zu nehmen. Die Fahrt, welche pro Person mit 16.- Fr. abgegolten werden musste, bot dafür einiges an Nervenkitzel und erinnerte mehr an eine Achterbahn als an eine Busfahrt. Da waren die 29.- Fr. für Bus und Skilift-Halbtageskarte schon eher preiswert. Nachdem es im Tal noch leicht regnete, war auf der Alp auf ca. 2000 m Schnee angesagt. Da noch nicht alle Zimmer bezugsbereit waren, stellten wir unser Gepäck unter und fuhren dann zuerst mal mit dem Schlitten ins Gasthaus Heuberge um da einen Mittagshalt zu machen. Jean Daniel und Louis gingen zuerst auf die Bretter und kamen dann später auch zum Essen. Das sei kein Skifahren sondern Blindflug, war ihr Kommentar. Die Schlittenfraktion machte sich dann um ca. 13:30 auf die 11 km lange Abfahrt ins Tal. Dies ging eigentlich richtig gut. Im Wald drin war die Sicht wieder besser, aber die letzten paar km waren dann halt recht nass, das es bis auf ca. 1500 m leicht regnete. Trotzdem machte es richtig Spass. Nach dem Aufwärmen im Gasthaus Platz kamen dann nach und nach auch noch die restlichen gemeldeten LCS’ler an und wir fuhren wieder mit dem Bus hoch, so dass um ca. 17 Uhr alle Gäste nach und nach beim Berghaus Arflina eintrafen. Nun konnten nach einem erneuten Abgleich mit der Chefin auch alle Zimmer bezogen werden.

Um 18:30 war das Nachtessen angesagt. Leider war der vorgesehene Tisch für uns alle zu klein, da das Personal unsere Kinder und nicht Fondue-Esser einfach vergessen hatte. Kurzerhand haben wir dann die Tische umgestellt, so dass wir alle an einem grossen Tisch in Reihe sitzen konnten. Das Personal war aber durch unsere Initiative etwas überfordert, schlussendlich ging es dann doch noch auf. Endlich kamen dann die Rechauds mit den Fondue-Pfannen. Diese wurden aber so verteilt, dass vier Personen, welche Fondue bestellt hatten, keine Pfanne hatten. Nach einem persönlichen Augenschein der Chefin wurde dann aber noch mal ein Fondue gebracht. Es schmeckte sehr gut und alle wurden sicherlich satt. Draussen schneite es munter und von der Vollmondnacht war leider nichts zu sehen, so dass wir halt auf die nächtliche Schlittenfahrt verzichteten. Natürlich gab es genug zu reden und zu scherzen. Es wurden philosophisch Unterschiede zwischen Laverdisti und LCS’ler erörtert, und der feine Weisse konnte vor dem Fenster vorzüglich kalt gestellt werden. Für alle, welche noch Lust hatten, gab es dann in der Iglu-Disco noch einen Schlummertrunk.

Am Sonntag Morgen erwartete uns ein herrliches Wetter, mit einem strahlend blauen Himmel und 20 cm frischem Pulverschnee. So kamen dann nach und nach alle zum Frühstück, nur das Personal schien teilweise noch etwas zu schlafen. Nett wie wir sind, halfen wir aber mit, diese munter zu kriegen. Nachdem der Präsi bei allen den Obolus eingetrieben hatte, konnte mit der Wirtin abgerechnet werden. Wir verabschiedeten uns und anschliessend ging es ab nach draussen in die Sonne. Alle welche die Skier oder das Snowboard dabei hatten, durften die herrlichen Pisten geniessen. Nach einigem Warten auf den Transportbus, welcher das Gepäck ins Tal brachte, konnte der Schlittelweg wieder unter die Kufen genommen werden. Christian und Urs Haberstich rasten schon früher mit Gepäck runter ins Tal. Und wer zuwenig bremste, bei dem konnte es gut und gerne auch ein paar blaue Flecken absetzen. Aber auch die Busse kamen nicht ungeschoren davon. Auf der Bergfahrt konnten wir sehen, wie einer dieser Transporter die Kardanwelle verlor und diese unter dem Fahrzeug runterhing. Weitere Teile des Busses, fanden sich dann weiter unten auf der Schlittelbahn. Der Weg präsentierte sich sonst in einem guten Zustand. Die letzten paar km, welche aber recht steil sind und nun wegen den gefallenen Temperaturen auch richtig eisig waren, mussten mit Vorteil vorsichtig angegangen werden. So weit wir wissen, sind aber alle wieder einigermassen heil nach Hause zurückgekehrt. Auch Peter, dessen Rucksack versehentlich von jemandem aus einer anderen Gruppe mitgenommen wurde, hat sein Hab und Gut dann doch wieder zurück erhalten.

Den Teilnehmern hat es trotz eher mässigem Wetter am Samstag, doch recht gut gefallen und ich meine, es hatten alle "dä Plausch", auch wenn des WE über alles gesehen sicher nicht ganz billig war.

Nun, wer organisiert uns für nächstes Jahr einen Winterplausch? Es könnte ja auch Mal was anderes als ein WE in den Bergen sein! Gute Ideen und Organisator gesucht!

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