Kurzbericht: Rennstreckentraining auf dem Anneau du Rhin

Autorin

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Bettina Amiet

Rennstreckentraining Anneau du Rhin vom 15./16. September 2007

Am Sonntag Morgen machten wir (mein Freund Sacha und ich, Bettina Amiet) uns auf den Weg, meinen Vater bei einem seiner Rennstrecken-Trainings auf den Anneau du Rhin zu besuchen. So gegen den Mittag erreichten wir die Rennstrecke und machten uns sofort auf die Suche nach orangefarbenen Motorrädern und orange gekleideten Rennfahrern. Auf Anhieb wurden wir nicht fündig, doch plötzlich schimmerte uns durch ein kleines Wäldchen das LAVERDA-Orange entgegen. Dann wussten wir sofort, dass wir uns auf dem richtigen Kurs befanden. Wir erkundeten das LAVERDA-Camp und stellten fest, dass es aus lauter offenen und gastfreundlichen Mitgliedern bestand. Anwesend waren LCS-Präsi Urs, Oscar, Manfred, Arwed, Hampi, Franky, Stefan und natürlich mein Vater Thomas. Alle waren ziemlich ähnlich gekleidet: T-Shirt mit LAVERDA-Aufdruck, mindestens ein Kleidungsstück war orange oder zeigte die rot-weiss-grünen Italien-Farben.

Kein langes Gerede, nach der Begrüssung ging es sofort mit Ernst zur Sache: Das Lederkombi, Helm und Handschuhe wurden montiert, die Motoren gestartet. Durch die Boxengasse gelangen die Rennfahrer zur Strecke, auf welcher schon viele andere Rennfahrer mit ihren Motorrädern um die Kurven rasten. Ein bisschen nervös war ich schon, als ich meinen Vater zum ersten Mal auf einer Rennstrecke fahren sah. Es war überwältigend und höchst interessant zu sehen, mit welchem Tempo und in welcher Schräglage die Strecke gefahren wurde. Die LAVERDA's erkannte man aus den anderen Motorrädern sofort am schönen, dumpfen Ton der Zweizylindermotoren. Leider konnte man als Zuschauer nur einen sehr kleinen Teil der Strecke sehen.

Plötzlich wurden von den Streckenposten rote Fahnen geschwenkt und alle Fahrer mussten die Strecke sofort verlassen. Kurz darauf konnten wir zusehen, wie das Sanitäts- und das Pannen-Fahrzeug ausrückten und in Richtung hinteren Teil der Strecke fuhren. Wenige Minuten später kamen die Fahrzeuge zurück – und siehe da – auf dem Anhänger stand ein etwas demoliertes Motorrad, darauf sass der Fahrer. Der Schreck war dann noch umso grösser, als wir sahen, dass das zerknitterte Motorrad von oranger Farbe war!!! Ja, tatsächlich, es war die LAVERDA von Franky!!! Wir gingen nun davon aus, dass Franky bei der Jagd nach einer R1 ein wenig zu schnell in die Kurve fuhr, so dass ihm die Strasse ausging und er deshalb stürzte. So etwas kann halt passieren... Aber wir liessen uns sagen, dass sich die Fahrer bei Stürzen auf der Rennstrecke selten wirklich schlimme Verletzungen zuziehen. Zum Glück! Wir wünschen meinem Vater und natürlich allen anderen LAVERDA-Rennfahrern noch viele schnelle und sturzlose Runden auf dem Anneau du Rhin!

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