Kurzbericht: LAVERDA-Treffen 2006 in Kirchdorf am Inn

Autor

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Thomas Amiet
Urs Hunkeler

Kurzbericht: LAVERDA-Treffen 2006 bei Willi Werndl in Kirchdorf am Inn (D)

Nach 2003 organisierte Willi Werndl am 21./22./23. Juli 2006 wieder ein internationales LAVERDA-Treffen. Sowohl die erfreuliche Wetterprognose als auch das attraktive Programm mit den angekündigten Specialguests aus Breganze (Piero und Giovanni Laverda sowie Giuseppe Andrighetto) verhiessen wieder einen grossen Aufmarsch der Laverdisti aus ganz Europa, speziell aber natürlich aus dem deutschsprachigen Raum. Tatsächlich konnten am Samstagabend auf dem Parkplatz rund 210 Laverdas gezählt werden. Auch der LCS war mit 18 angereisten Mitgliedern gut vertreten. Präsi Urs reiste mit der LCS-Gruppe am Freitag via Dornbirn, Bödele, Hochtannbergpass, Reutte, Plansee, Ammer-Sattel nach Bad Tölz zum Mittagshalt. Nach der ausgiebigen Pause beim Wirt der "Alten Schiessstätte" ging es über Irschenberg und Rosenheim zügig weiter nach Kirchdorf, wo die Gruppe etwa um 18 Uhr eintraf. Etwas gelitten hat Christian Meier mit dem Kurzhubgasgriff seiner wunderschönen Classic Bears. Eine Rennmaschine ist halt nicht unbedingt auch ein ideales Reisemotorrad. Nach dieser Reise hatte seine Gashand einige Blasen gezogen. Ruedi Grathwohl, dessen 750S das erste bekannte helvetische Pleuellageropfer ist, durfte abwechslungsweise mit der RGS Corsa und der Benelli Tornado Tre von Präsi Urs nach Niederbayern fahren, was ihm viel Spass machte. Mark Schätti meinte, er habe seine 750 SF1 noch selten so flott über die Strassen gescheucht, wie in dieser Gruppe. Wobei dies für seine bestens gewartete Maschine absolut kein Problem war. Ruedi Tanner sowie Marina und Thomas Amiet verbanden dieses Treffen mit einigen Tagen Ferien am Bodensee. Diese Dreierdelegation staunte am Donnerstag vor dem Hochtannbergpass nicht schlecht, als die Strasse in Schopernau plötzlich wegen Bauarbeiten vollständig gesperrt war. Sie mussten deshalb einen grösseren Umweg über das Grosse Walsertal, Arlberg und Flexenpass im Kauf nehmen. Bei sehr heissem Wetter erreichten sie das Etappenziel Bad Tölz. Am Freitag ging es dann via Chiemsee weiter nach Kirchdorf.

Das Treffen bei Willi Werndl war auch dieses Jahr wieder sehr gut organisiert, alles klappte prima und die Infrastruktur war ebenfalls ideal. Zur Freude der Fans startete Piero Laverda ab und zu die Sechszylinder- und die Dreizylinder-Rennmaschine, die sie mitgebracht haben. Weiter zeigte Piero eine Diaschau über die Firmengeschichte von LAVERDA und die Entwicklung und den einzigen Renneinsatz der legendären V6. Die vielen ausgestellten orangefarbenen Rennmaschinen waren ein Augenschmaus und auch einer der Höhepunkte dieses Treffens; man konnte sich kaum sattsehen. Am Samstag Nachmittag machte sich eine besonders hitzefeste Gruppe noch auf eine kleine Ausfahrt auf. Natürlich hatten wir auch wieder die Möglichkeit, das liebevoll eingerichtete Laverdamuseum von Willi zu bewundern. Alle Objekte in dieser Ausstellung befinden sich in einem wirklich erstklassigen Zustand. Am Sonntagmorgen machten sich dann die meisten LCS’ler in kleineren Grüppchen wieder auf den Heimweg, denn die meisten mussten am Montag wieder zur Arbeit. Nach unserem Wissen sind alle wieder gut zuhause angekommen.

Trotz der sehr familiären Atmosphäre, gab es leider auch wieder ein paar weniger schöne Punkte. Etliche Gäste des Treffens, welche die Nacht auf den Samstag campierten, haben sich nicht eingeschrieben, nichts bezahlt, sich aber dann trotzdem recht dreist am Frühstück bedient. Auch gab es Gäste, welche im Hotel genächtigt haben, dem Wirt mitteilten, sie hätten bei Willi bezahlt, aber die Rechnung dann doch offen liessen. Wir können es Willi nicht verdenken, wenn ihm bei solchen Verhalten die Lust auf die Durchführung eines weiteren Treffens gründlich vergeht. Ebenfalls sind wieder etliche Wegweiser und ein grosses Banner auf wundersame Weise verschwunden. Wir finden es extrem schade, dass durch das unkorrekte Verhalten einzelner Teilnehmer dem Organisator am Ende dann auch noch ein finanzieller Schaden bleibt. Umso mehr möchten wir an dieser Stelle Willi und seinen HelferInnen ganz herzlich für die Durchführung dieses Treffens danken!

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