Bericht: Laverda in Giro
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Bruno Schleiss Fotos von Urs Hunkeler |
Laverda in Giro Am 12. / 13. September 2009 fand in Tübingen das Internationale Laverda-Treffen statt. Organisiert vom Laverda Team Willi Werndl und Rainer Klink, dem Besitzer des Auto- und Spielzeug Museums Boxenstop. Als "Special Guest" war Piero Laverda mit seiner V6 und der Laverda 500, der Siegermaschine von Barcelona, anwesend. Die Anfahrt am Samstag nach Tübingen war ein richtiges "Schmanckerl", vergessen wir die Schweizer Strassen, so richtig zum Fahren geht’s erst nach der Grenze. Ab da kann im Schwarzwald schön am Kabel gezogen werden, mal sind es laaaang gezogene, mal enge, knackige Kurven, aber immer gutartig und nicht gemein. Reizvolle Dörfer wechseln sich ab mit hügeliger, geschwungener Landschaft. Es folgt ein kurzes flacheres Zwischenstück, bevor es weiter über die Schwäbischen Albstrasse Richtung Tübingen geht. Zeitlich waren wir (Werner Jost und ich) genau nach Plan, es blieb uns eine gute halbe Stunde zum Verschnaufen, bevor die offizielle Ausfahrt des Treffens startete. Bei einem Zwischenhalt wurden wir mit Kaffee und Kuchen versorgt, bevor wir wieder zum Boxenstop Museum zurückkehrten. Sonntag morgen, ab ca. 10:30 Uhr auf einem Industriegelände ausserhalb von Tübingen, war ein Rundkurs ausgesteckt. Na, Rundkurs ist vielleicht etwas übertrieben, eigentlich war es ein Rechteck mit einer sehr engen Schikane, welche den Blinkerherstellern fette Gewinne bescherte. In vier verschiedenen Klassen (1. Strassen zugelassene Laverdas, 2. italienische Marken aller Couleur, 3. Rennmotorräder und 4. Piero Laverda mit seiner V6) konnte je 3 mal 12 Minuten tüchtig Gas geben werden. Obwohl schon oft gehört, ist es immer wieder erstaunlich, wie die Laverda 500 SFC und die V6 böse aus den Flammrohren schreien. Für mich reichte der erste Lauf, da sich an der Atlas die hintere Bremse verabschiedet hatte. Unser Ex Präsi Urs Hunkeler war als Vorfahrer für die Rückreise vorgesehen, wir liessen in alle drei Läufe bestreiten, in der Annahme, dass sein Rennfieber sich für die Heimfahrt etwas lindern möge. Trotzdem hatte ich immer noch zu kämpfen mit meiner OR600 Atlas gegen die beiden Corsa mit 1000ccm. Zum guten Glück meldet sich bei Urs ab und an der Hunger, so das Werner und ich den berühmten schwäbischen Zwiebelkuchen in einem Cafe nicht verpassten. Wobei sich nur Urs getraute, dazu ein Glas weissen Sausers zu kosten. Auch der zweite Teil der Strecke war eine superschöne Altherren-Ausfahrt durch den Altweibersommer. Es war ein rundum gelungener Anlass, mit speziellem Flair, bei dem sich auch das Wetter für Motorradfahrer von der besten Seite zeigte. |