Bericht: LAVERDA Track Day in Dijon

Autor

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Urs Hunkeler

LAVERDA Track Day V+VI
15.-16. August 2009 in Dijon

Auf Wunsch einiger LCS’ler und Laverdistis, doch auch mal ein Training auf einer anderen Strecke als Anneau du Rhin anzubieten, habe ich mich bei verschiedenen Veranstaltern nach Alternativen umgesehen.

Dabei zeigte sich Dijon als gute Möglichkeit, da mit ca. 250 km Enfernung von der CH-Grenze doch noch recht gut erreichbar. Die Anzahl möglicher Veranstalter und Termine auf diesem Kurs sind jedoch doch sehr begrenzt.
Die erste Auflage 2008 mit Plüss als Veranstalter, wurde nicht sehr breit aufgenommen. Auch die Organisation vor Ort war nicht berauschend.

So habe ich mich dieses Jahr für FVP Moto als Veranstalter entschieden. Auch unser Rennstrecken-Crack Manfred K. hat den Veranstalter gelobt. Zusätzlich ist passt deren Name "faites vous plaisir" - also so etwa: "mach Dir was Vergnügliches" - wunderbar und ist sozusagen Programm.

Also habe ich rechtzeitig ca. 10 Plätze für Leute aus dem LCS und Umfeld reserviert. Nur leider kamen dann keine Anmeldungen. Einzig Arwed konnte sich zum Mitfahren entschliessen. Alle anderen potentiellen "Aktiven" hatten keine Zeit, Lust, oder andere Pläne. Die Anmeldung klappte problemlos, auch die Bestätigungen kamen rechtzeitig und umfangreich. Um am Freitagabend noch die administrative Anmeldung machen zu können, trafen wir uns um ca. 16 Uhr an einer Tankstelle in Pratteln. Von da weg fuhren wir mit unseren Lasteseln, Arwed mit VW Bus und Anhänger, ich mit meinem alten MB 309D, mit je 2 Motos im Gepäck nach Dijon. Hier trafen wir um 20:10 im Fahrerlager ein, in entspannter Atmosphäre reichte es für die Anmeldung und auch die technische Kontrolle unserer Racer.

Anschliessend wurde das Fahrerlager bezogen und aufgebaut. Unsere Nachbarn Alain und Jörg hatten den Grill schon heiss und wir durften dann unsere Würste fürs z’Nacht auch noch bräunen. Mit dem einen und anderen kühlen Bier ging der Abend wie im Flug vorbei. Am Morgen konnten wir es entspannt angehen, denn um 8:40 war die Fahrerbesprechung, für eine kleinere Gruppe auch in Deutsch. ;-)

Um 9:25 ging's für mich los in der roten Gruppe zum Fahren. Es gab über den Tag verteilt 5 Turns a je 25 Minuten. Das Wetter war das ganze Wochenende einfach perfekt, sonnig heiss. Zum Glück hatte Arwed das neue Zelt dabei und meist wehte auch noch ein leichter Wind. Wie immer an solchen Tagen vergeht die Zeit wie im Fluge. Kunststück, meist waren wir auch fast in Flugzeuggeschwindigkeit unterwegs. Alle unsere Motos zeigten sich von der guten Seite und liefen wie Uhrwerke. Arwed hatte grossen Spass mit seinem neu aufgebauten Laverda 750 Zané Racer. Natürlich können noch ein paar Kleinigkeiten verbessert werden. Nur der KaLaverda war’s am Sonntagnachmittag zu heiss und wegen den Dampfblasen im Vergaser mochte sie nicht anspringen. Da musste halt wieder die Laverda auf die Strecke. Allerdings waren deren Sport-Touring-Reifen dann auch nach einigen Runden zu heiss, so fuhr Arwed halt ein paar Minuten früher raus. Ich machte meinen ersten Umgang mit der Bimota, um deren neuen Hinterreifen anzufahren, alles perfekt? ;-) Anschliessend war ich sehr gespannt, wie sich die Benelli Tornado macht. Im Mai in Spa konnte ich nicht richtig damit fahren, da die "Super-Dupper" Anti-Hopping-Kupplung (AHK) nicht in der Lage war, das Drehmoment des Motors auf die Strasse zu bringen. Am Mittwoch vorher, habe ich vom Benelli-Mechaniker, dann noch stärkere Federn geliefert bekommen, welche ich am Mittwoch Abend auch noch mit Telefonhilfe des Mechs einbaute. Natürlich wie meist alles auf den allerletzten Drücker. Den bereits am Donnerstag Abend musste ich komplett einladen, da ich am Freitag ja direkt von Geschäft aus ins Racing-Weekend starten wollte.

Beide Motos liefen das ganze Wochenende einwandfrei und machte keinerlei Mucken, so macht es wirklich Spass! Am Sonntag Mittag war dann der BT002 auf dem Hinterrad der Benelli wirklich am Ende und es wurde für den Nachmittag noch ein neuer Reifen, welchen ich dabei hatte, aufgezogen. So hatte ich auch in den zahlreichen Rechtskurven auf dem Kurs wieder genügend Grip, um an den schnellen Jungs dranzubleiben.

Nach dem von FVP gestellten Apéro am Samstagabend heizte Arwed den Grill ein und ich kümmerte mich um die Beilage, Pasta mit Basilikumsauce. Wir genossen einen herrlichen Campingabend mit gutem Essen und kühlen Getränken. Da uns am Sonntag wieder ein volles Programm erwartete, machten wir recht früh schon Feierabend.

Fazit:

  • FVP ist ein toller Anbieter mit entspannter Atmosphäre und schöner Gastfreundschaft.
  • Dijon ist eine tolle, flüssige, abwechslungsreiche Strecke mit vielen Steigungen und Gefällen.
  • Ein solches Weekend ist gut für Seele und Geist, sowie ein ausgeglichenes Karma.
  • Schade, dass sich nicht zusätzliche Kollegen zum Mitmachen begeistern konnten.

Nach dem Ende des Trainingbetriebs um 17 Uhr am Sonntag machten wir uns gemütlich daran, unsere Maschinen und unser Camp wieder einzuladen. Nach dem verdienten Feierabendbier, um auf ein herrliches gelungenes Weekend anzustossen, machten wir uns etwa um 18:45 Uhr auf die Heimreise. Arwed wieder über die A39 Richtung Dole und dann über die A36 Mulhouse, Basel, da er noch Material für das LCS Treffen ins Baselbiet bringen sollte. Ich selber fuhr über Dole, Pontarlier durch das Val de Travers und über Neuchatel, von da via A5 und A1 nach Hause.

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