Kurzbericht: Ducati Speedweek 2002
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Ducati Speed Week 2002
Vom 24. bis 28. Juli fand die traditionelle "Ducati Speed Week" auf dem A1-Ring in der Steiermark (Oesterreich) statt. Der LCS war prominent vertreten, der Präsi, sein Vizepräsi sowie Neumitglied Willi Werndl nahmen wie bereits letztes Jahr teil. Willi Werndl dürfte den Teilnehmern des Dolomiten-Happenings mittlerweile ein Begriff sein: er betreibt in Simbach (Bayern) ein Laverda-Museum mit mehr als 25 Laverda-Modellen. Einige Schmuckstücke setzt er und sein "Team Werndl" an Classic-Rennen ein. Dieses internationale Laverda-Rennteam brachte
folgende Maschinen an die Speed Week: Obwohl die Ducati Speed Week eigentlich
für die Ducati-Fahrer und Clubmitglieder gedacht ist, es gibt aber
doch diverse Klassen, welche auch für andere Fabrikate offen sind,
(Voraussetzung alle Klassen 4-Takter): Der Mittwoch dient der Anreise sowie der
technischen Abnahme (rund 200 teilnehmende Motorräder!) sowie als
freies Training, welches aber sep. zu bezahlen ist. Der Donnerstag ist
für Trainingsläufe vorgesehen, am Freitag sind Zeittrainings
sowie Samstag und Sonntag die Rennen. Das Fahrerlager und die Boxenstrasse
bieten in dieser Zeit reinrassige Rennatmosphäre, ab Freitag auch
zunehmend von nicht sehr vielen Zuschauern bevölkert. Leider sind
alle Attraktionen von den Teilnehmern organisiert, der Veranstalter (Motoclub
Aquile Desmo aus Florenz) hielt sich vornehm zurück, das Festzelt
samt Country- und Rock-Bands aus den vergangenen Jahren ist dem Rotstift
zum Opfer gefallen. Es wurde lieber Christian Pfeiffer als Stunt- und
Showfahrer engagiert, welcher zu besten Trainings und Rennzeiten die Start-Zielgerades
des Kurses für sich hatte. Damit war es den Freunden und Kollegen
des Reifendienstes Artbauer möglich, ihre Ferraris, und andere Sportwagen
zu testen. Vor den Resultaten zuerst etwas zur Performance der Laverda-Motorräder: 1. Je weniger Eingriffe in die von Laverda vorgesehene Technik vorgenommen werden, umso besser ist die Standfestigkeit (alle Experimente, die allenfalls 20 Mehr-PS auftreiben, nützen nichts, wenn das Motorrad schon während des Trainings den Geist aufgibt!). 2. Die Strecke fordert die Maschinen, es muss dreimal maximal beschleunigt und anschliessend voll zusammengebremst werden, daher ist das Leistungsgewicht extrem ausschlaggebend: leicht und stark müssen die Maschinen sein. Das Motorgewicht der Laverda Zwei- und Dreizylinder setzt hier Limiten: 200 kg gegenüber 120...130 kg der besten Motorräder führt zu rund 20 sec höheren Rundenzeiten! Ob der Unterschied von 110 kg (Präsi) zu 71 kg (Vizepräsi) ebenfalls die Rundenzeiten beeinflusst, konnte nicht schlüssig geklärt werden. 3. Reifen und Schräglagenfreiheit sind zwar wichtig (Slicks und moderne Fahrweise bringen rund 10 Sekunden bessere Rundenzeiten gegenüber den "Wienerli" der 70er Jahre) aber nicht allein Match-entscheidend. In der typischen "Laverda-Klasse"
(Classic Battle of Twins and Triples, F 18 Teiln. am Start) waren die
Resultate: In der Klasse für die moderneren Laverdas
(Supersport, M 32 Teiln. am Start) waren die Resultate: Wobei fachkundige Ohren meinten, dass die beiden erstplatzierten Ducatis einen sehr sonoren, tiefen Sound hatten für 750'ger. Der Akustik nach würde man viel eher auf Ducati 996 schliessen, deren Motor ja mechanisch auch praktisch, identisch ist. Die Speedweek ging für das Laverda
Rennteam ohne grössere Probleme über die Runden. Um vorne mitzuhalten
ist aber doch noch einiges mehr an Training und Erfahrung nötig.
Dies spielt aber eigentlich keine Rolle, geht es doch an diesen Veranstaltungen
nicht einmal um die "goldene Annanas" ! Autoren: |