Kurzbericht: Ausfahrt nach Breganze 2001

Autor .
Christian Meier

Kurzbericht: Ausfahrt nach Bregenze vom 29.6. - 1.7.2001

Es begann mit einer Wetterprognose, die günstiger nicht hätte sein können, und bei solchem Wetter haben sich am Freitag auch sieben Laverdisti im Heidiland getroffen. Um nach Breganze zu fahren (es liegt 50 km nordwestlich von Venedig) kann man den schnellen Weg über die Autobahn nehmen, um den Alpen auszuweichen, oder sich der Herausforderung stellen und diese ekelhaft hohen Berge auf genauso ekelhaft kurvenreichen Strassen überqueren. Erstaunlicherweise haben die Teilnehmer sich diesem Vorhaben mit bester Vorbereitung gestellt und wir überquerten:
· Flüela
· Ofen
· Umbrail
· Stilfserjoch
· Aprica
· Tonale sowie
· Pian de Fugazze

Nach einer leider nicht behebbaren Reifenpanne kamen wir spät und erschöpft, aber vollständig, im Hotel Rosina in Marostica an, wo uns bereits frühere Laverda-Mitarbeiter empfingen:
· Fernando Cappellotto (Werkrennfahrer)
· Gianni Radin (Hauswart der Fabrik und langjähriger Teilnehmer
· an LCS-Anlässen)
· Antonio Segallo (Entwicklungsingenieur der "Mille Sei")
· Antonio Cavazzin (Laverda-Motorenspezialist, heute für Aprilia-Privatteams
· tätig)

Das mehrgängige Menue berücksichtigte die Pilzsaison, und einige Laverdisti kamen zum erstenmal in den Genuss von weissem Trüffel.

Am Samstagmorgen empfing uns der Moto Club Breganze auf der Piazza im Geburtsort unserer Laverdas. Unter der Leitung von Piero Laverda ging's über kleine, kurvenreiche Strässchen in die geschichtsträchtige Hochebene von Asiago zum Cappuccino.

Wieder zurück in Zané (wo die oel- und wassergekühlten Laverda 668 / 750 hergestellt wurden), konnten wir eine Spezialwerkstätte für die Restauration von Oldtimer-Autos besichtigen. Die berühmten Rennwagen von Ferrari, Maserati, Lancia boten einen klaren Einblick in die perfekte Restauration dieser Boliden. Perfekt muss es sein, der Wert eines Ferrari 250 Le Mans (im Besitz von Rubens Barichello) wurde mit 10 Milliarden Lire angegeben!

Nach dem Mittagessen war Zeit, um Ersatzteile aufzutreiben, andere hatten Gelegenheit, mit ihrer Laverda über eine Motocross-Strecke zu fahren. Auch wurde eine RGS-Corsa-Motorreparatur vorgenommen, so dass am folgenden Tag wieder alle fahrtüchtig waren.

Zum Nachtessen trafen wir uns in San Giorgio, wo uns Giovanni Laverda als Dessert-Ueberraschung den Video über Monthléry 2001 präsentierte. Um Mitternacht begann der runde Geburtstag von Markus, unserem Sekretär, so dass der Abend noch ein wenig andauerte!

Für die Heimreise am Sonntag wurden vorsorglich noch zwei Motoren eingepackt: Einzelne Laverdas (sie werden ja schliesslich auch nicht mehr jünger) mussten auf der materialschonenden Strecke via Milano heimgefahren werden und H.R.Möri sowie Walter Steiner sollten sich Termine für diverse Reparaturarbeiten an unseren Schätzen freihalten.

Aber alle kamen heim, auch die Reifenpanne vom Freitag konnten wir auf dem Rückweg nun doch beheben und auch diese Laverda erfreut seinen Besitzer wieder.

Quintessenz ist: wir machen es nächstes Jahr wieder!

Unser Dank gilt Jörg Strehler, der mit seinen Freundschaften, die er seit über 20 Jahren mit vielen Laverda-Mitarbeitern pflegt, viel zum Gelingen dieser Ausfahrt beigetragen hat. Ebenso möchten wir Piero und Giovanni Laverda danken für die perfekte Organisation vor Ort.

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